MdL Josef Zellmeier „schenkte“ Schülerinnen und Schülern der Privaten Wirtschaftsschule Kasberger-Wildmann eine Unterrichtsstunde als Beitrag gegen Politikverdrossenheit und Radikalisierung.

Der Landtagsabgeordnete Josef Zellmeier sah in diesem erstmalig stattfindenden Tag der Freien Schulen in Bayern unter dem Motto ,,Politik und Schule’’ eine ideale Gelegenheit, durch Präsenz, Information und Dialog einen Beitrag gegen Politikverdrossenheit und Radikalisierung zu leisten.

Neben der Flüchtlingsdebatte und der Frage, welche Sicht die Schüler auf dieses Thema haben, thematisierte der Landtagsabgeordnete die vielfältigen Aufgaben eines Abgeordneten sowie die Aufgabe des bayerischen Landtages. Hierzu gab Zellmeier einen Überblick, welche Plenarsitzungen wann stattfinden und wie und wann der Ältestenrat tagt. Neben diesen Themen waren die Schülerinnen der 9. Klasse besonders am persönlichen Werdegang des Referenten interessiert. Dieser zeigte wichtige Meilensteine seines politischen Lebenslaufs auf, angefangen mit der Gründungsmitgliedschaft bei der JU Laberweinting bis hin zu seiner Mitgliedschaft im bayerischen Landtag. Zellmeier legte offen dar, welche Hürden es bis dorthin zu nehmen gab und skizzierte abschließend auch den typischen Tagesablauf eines Landtagsabgeordneten.

Laut der Sozialkundelehrerin Sabrina Zwicknagl soll durch diesen für die Schüler unmittelbaren  Zugang das Interesse der jungen Generation für die staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten geweckt werden. Auch die Schulleiterin Christiane Wildmann unterstrich die Forderung, dass Berührungsängste mit der Politik abgebaut werden müssen und begrüßte daher diese Möglichkeit zur externen Kooperation sehr.

Für die Private Wirtschaftsschule Kasberger-Wildmann sei das Engagement im politischen Bereich ein Anliegen über den Lehrplan hinaus, so die Schulleitung. Interessant sei es, so Wildmann, dass viele der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler im Jahr 2017/2018 schon wahlberechtigt seien und die Demokratie nun mal von der Teilnahme politisch aufgeklärter Bürgerinnen und Bürgern lebe.

Auf dem ersten Foto (von links): Schulleiterin Christiane Wildmann, MdL Josef Zellmeier, Lehrerin Sabrina Zwicknagl

Sehr gut angenommen wurde der diesjährige Tag der offenen Tür der Privaten Schulen Kasberger- Wildmann am vergangenen Freitag am Essigberg.

Nicht nur interessierte Eltern, sondern auch etliche Neugierige überzeugten sich davon, dass neuen Räumlichkeiten im Theresien-Center bereits intensiv mit schulischen Leben ausgefüllt werden. Breit war die Palette an den dargebotenen Vorführungen und Präsentationen. Nach kurzen Grußworten von Frau Wildmann, einer der beiden Schulleiterinnen, startete das Programm mit der Neigungsgruppe Singen und einer kurzen Hip-Hop-Einlage der achten und neunten Klasse in der Aula.

In den jeweiligen Klassenräumen stellten im Anschluss die restlichen Fächer und Neigungsgruppen ihre Fähigkeiten zur Schau und informierten über das Schulleben. Beispielsweise wurde die praxisbezogene Übungsfirma der Schule präsentiert, welche für das spätere Arbeitsleben von Nutzen ist. Moderner Unterricht sowie die zeitgemäße Medienausstattung mit Whiteboards und  Tischkameras wurde in den Fächern Geschichte, Englisch, Rechnungswesen und Mathematik den Zuschauern gezeigt. Für die Zuschauer, die sich aktiv beteiligen wollten, wurde ein Schulquiz und ein Speedtest im Fach Textverarbeitung angeboten, die jeweils mit einer Urkunde belohnt wurden. Etliche Plakatwände und Tagebücher informierten die Hausbesucher über Unterrichtsinhalte und Schulfahrten wie die alljährlich durchgeführte Englandfahrt der achten Klasse.

In der Informationsveranstaltung der Schulleitung wurde nochmals verdeutlicht, dass sich nun auch Jungen an der Wirtschaftsschule einschreiben dürfen.

Außerdem wurde die neu gegründete Berufsfachschule für Fremdsprachen mit einem Informationsstand vorgestellt.  Unterricht findet dort in 2 Klassen statt und der erste Jahrgang bereitet sich im Augenblick auf die Prüfung zum staatlich geprüften Fremdsprachenkorrespondenten vor. Die Anfangsklasse startet nach Ostern zu ihren 2 wöchigen Praktika in Großbritannien.

Der Elternbeirat versorgte die Gäste mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen.  Die laut den beiden Schulleiterinnen erfolgreiche Veranstaltung endete, wie sie bereits begonnen hatte, mit einer Tanz- und Gesangseinlage.

 

„How do you like your life in Straubing?“ „Is German difficult to learn for you?“ „How do you celebrate Christmas in Canada?“ Fragen wie diese waren es, die die Schülerinnen und Schüler aller Klassen im Vorfeld schon erarbeitet hatten, als am 15. und 17. Dezember vier Spieler der Straubing Tigers an die Schule kamen und sich unter die Schülerinnen und Schüler mischten.

Die Gesprächsrunden begannen etwas zaghaft – man hat ja schließlich nicht alle Tage einen echten Kanadier vor sich sitzen! Schon nach ein paar Minuten aber war das Eis gebrochen und die vier Tigers Dylan Yeo, Ryan Bayda, Blaine Down und Matt Climie beantworteten geduldig, äußerst freundlich und mit großer Offenheit alle Fragen, die ihnen gestellt wurden.
So erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in das Leben von Eishockeyprofis, die sich wegen ihres Berufes in ein neues Land aufmachen. Eine Schulstunde lang erzählten die Profisportler etwa von einem typischen Spieltag, Gründe für einen Wechsel nach Deutschland, was sie an Kanada vermissen oder wie sie eigentlich Weihnachten feiern. Dylan Yeo ließ sich von der 7. Klasse sogar zu einem kleinen Ständchen überreden und gab ein Weihnachtslied zum Besten.

Bevor die Klassen noch Fotos mit ihren Besuchern machten, bekamen alle Schülerinnen und Schüler nach dem Ende der Fragerunden Autogrammkarten sowie Gutscheine für den Besuch eines Heimspiels der Straubing Tigers. Mindestens genauso schön war es aber, die Fremdsprache Englisch einmal wirklich „erlebt“ und angewendet zu haben – im Gespräch mit einem echten native speaker.